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Zytologie

Zytologie

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Was ist eine Zelle?
Eine Zelle ist der kleinste lebende Baustein aller Lebewesen – eine winzige, aber hochkomplexe Einheit. In ihrem Inneren befinden sich verschiedene Zellorganellen sowie wichtige Bestandteile wie die Erbinformation (DNA). Jede Zelle erfüllt bestimmte Aufgaben im Körper und gibt bei Erkrankungen erste Hinweise auf Veränderungen.

Die Zytologie, also die Lehre der Zellen, untersucht einzelne Zellen auf Veränderungen im Gewebe oder Merkmale, die auf Tumorerkrankungen oder Entzündungen hindeuten können. Die Beurteilung erfolgt nach festgelegten Kriterien – etwa nach Form, Grösse, Struktur und dem Ausmass möglicher Abweichungen. Im Labor werden die entnommenen Zellen verarbeitet, gefärbt und anschliessend mikroskopisch oder digital ausgewertet.

Etwa 90 % der untersuchten Zellen stammen aus dem Gebärmutterhals, rund 10 % aus anderen Körperregionen.

Die Zytologie besteht aus Spezialisten aus den Bereichen der Zytodiagnostik, Zytotechnik und Pathologie. Die Fachpersonen sichten alle Proben und selektieren selbstständig unauffällige Befunde von auffälligen. Verdächtige oder positive Proben werden an die Pathologie weitergeleitet, die eine genaue Beurteilung vornimmt und den medizinischen Schlussbericht verfasst.

 

Spannende Fakten über die Zytologie

  • Digitale Mikroskopie ermöglicht moderne, präzise Befundung
  • Verlaufsbeobachtung: vom harmlosen Zellbild bis zur Krebsvorstufe oder Krebserkrankung
  • Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs ist ein zentrales Ziel
  • Tausende Zellen pro Tag werden beurteilt – rund 10 % davon zeigen Auffälligkeiten
  • Diagnosen innerhalb von 24 Stunden möglich
  • Die Zytologie erlaubt Einblicke in verschiedenste Krankheitsbilder