Abstrich, Biopsie, Eiter, Liquor oder EDTA-Blut
Das Bakterium Bartonella henselae ist der Erreger der Katzenkratzkrankheit (Bartonellose). Bei der Katzenkratzkrankheit erscheint bei den meisten Patienten eine kleine, schmerzlose rote Papel an der Inokulationsstelle (d. h. an der Stelle, an der der Biss oder Kratzer erfolgte), die sich einige Tage bis 2 Wochen nach dem Biss/Kratzer bildet. In den meisten Fällen folgt eine schmerzhafte Lymphadenopathie (in den meisten Fällen sind die Achselknoten betroffen), die sich normalerweise innerhalb weniger Tage zurückbildet. Bei einigen Patienten können weitere Symptome wie allgemeines Unwohlsein, Übelkeit, Fieber oder Appetitlosigkeit auftreten.
Lang anhaltende und systemische Infektionen (z. B. bazilläre Angiomatose und Peliosis, Hepatitis und Pneumonitis) sind bei immunsupprimierten Personen möglich. Selten kommt es zu neurologischen Manifestationen (Enzephalitis, Neuroretinitis) oder Endokarditis.
Der häufigste Überträger sind junge Katzen, die in der Regel eine asymptomatische Bakteriämie aufweisen. Darüber hinaus wurden Erreger auch bei anderen Säugetieren (z. B. Hunden) sowie bei Katzenflöhen und Zecken gefunden.